Comeback: Google Glass 2.0 - die Enterprise Edition.

Google Glass ist zurück! Ehrlicherweise war sie nie richtig weg. Sie befand sich nur in nicht-öffentlichen Räumen: in Unternehmen. Es stellt sich heraus, dass ein leichtes, hands-free tragbares Wearable seine Vorteile hat, jenseits der Pop-Kultur-Memes und Glassholes.

Wir haben lange darauf gewartet, das Sichtfeld wie beim Holodeck bei Star Trek digital und virtuell zu erweitern. So langsam nähert man sich, wenn man die Aktivitäten von Microsofts Hololens, dem geheimnisvollen Magic Leap und Snap's nächste Evolution von den Spectacles in Betracht zieht. Darüber hinaus gibt es da auch noch die Software Kits von Apple, Facebook und Google, die es einfacher machen sollen, AR/VR Content und Services zu erstellen. 

Google hatte nach dem öffentlichen ersten Release die Glass auch an Unternehmen gesendet - als Glass Explorer-Programm, um speziell für die Digitalisierung der Arbeit Use Cases zu untersuchen und Bedürfnisse zu durchleuchten. Was, sagen wir mal, zu einer gewisse Zurückhaltung in der Öffentlichkeit auf der einen Hand führt, zeigte sich auf der anderen Hand in Form von erheblicher Erleichterung und Effizienzsteigerung in Unternehmen. Vielen war nicht bewusst, dass Alphabet einer kleinen Gruppe den Auftrag gab, eine Version für den Arbeitsplatz zu entwickeln. Das Team lebt in der X-Division von Alphabet, wo Glass als erstes als Leidenschaftsprojekt von Google Co-Gründer Sergey Brin entwickelt wurde. Jetzt konzentriert man sich voll auf ein praktisches Arbeitsplatz-Tool, das Zeit und Geld spart, wie gestern die Google Glass Enterprise Edition angekündigt wurde.

Als wir ursprünglich Glas gebaut haben, war die Arbeit, die wir auf der Technologiefront gemacht haben, sehr stark, und das Anfangen des Explorer-Programms war das Richtige, um zu erfahren, wie die Leute das Produkt benutzen. Wir hatten uns zu sehr auf Verbraucheranwendungen versteift. Wir lagen ganz schön daneben.
— Astro Teller, Leiter von Google X

Bei AGCO, einem US-Hersteller von Landwirtschaftsgeräten, wird seit zwei Jahren mit der Glass EE an einem guten Dutzend Arbeitsplätzen gearbeitet. Das ist aber kein Einzelfall. Mittlerweile verkaufte Alphabet hunderte von EE-Einheiten an Unternehmen, einschließlich großen Namen wie GE, Boeing, DHL und Volkswagen. In Tests wieder immer wieder riesige Produktivitätssteigerungen und spürbare Qualitätsverbesserungen gemessen. Was als Pilotprojekte begonnen hat, wandelt sich nun in Pläne für eine breit verbreitete Adoption in diesen Unternehmen. 

Ein aktueller Forrester Research Report prognostiziert, dass bis 2025 fast 14,4 Millionen US-Arbeiter Smart Glasses tragen werden. Es bezieht sich nicht auf Startup-Gründer und Early-Adopter-Hipster in Cafés. Es stellt sich heraus, dass mit Glass, Google ursprünglich etwas mit einer vielversprechenden Technologie entwickelt hat und im ersten Schritt nicht den echten Einsatz antizipierte und verstand, wer was damit anstellen sollte. Mittlerweile scheint man einen Fokus gefunden zu haben. Fabriken und Lager werden für Glass womöglich der Weg zum Durchbruch sein.




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