Amtrak und Lyft kooperieren für mehr urbane Mobilität.

Das Ride-share-Startup Lyft und die US-Bahn Amtrak arbeiten zusammen an einer Partnerschaft, die es Reisenden ermöglicht, direkt in der mobilen Amtrack-App eine Weiterreise mit einem Lyft-Auto zu buchen. Die sogenannte Lyft Ride Quest-Funktion soll Reisenden helfen, die Wege vor und nach ihrer eigentlichen Reise mit dem Zug leichter zu meistern. Die Mission von Lyft war es immer, den Transport in den Städten zu verbessern, gleichermaßen für Reisende und Fahrer. Um die Lücke zwischen dem öffentlichen Verkehr und der Haustür zu schließen, arbeite man nun mit Amtrak zusammen. Fahrten zu Bahn-Stationen gehören zu den beliebtesten Strecken bei Ride-shares, laut Lyft. Alleine in Chicago machen sie ca. 25% der Fahrten aus.

Die Benutzung ist denkbar einfach: einfach eine Fahrt direkt in der Amtrak-App anfordern. Neue Lyft-Kunden können den Code 'AMTRAKLYFT' nutzen, um $5 Rabatt auf die ersten vier Fahrten zu bekommen. Möchte man Lyft glauben schenken, erreiche in den USA gut 97 Prozent der Amtrak-Reisenden. Damit sollte zumindest eine beträchtliche Zahl an Neuanmeldungen aus der Partnerschaft herausspringen.

Die Amtrak-Partnerschaft ist ein weiteres Beispiel, wie das Startup mit großen Spielern kooperiert, die sich an den Grenzen des eigenen Geschäfts bewegen. So kündigten sie bereits vorher einen neuen Service in Disney-Resorts an und bieten mit Taco Mode eine Boxenstopp-Funktion an, wo man während seiner Lyft-Fahrt von A nach B einen Zwischenhalt durch den Drive-Through der Fast-Food Kette Taco Bell macht und dafür noch einen Taco gratis bekommt.

Lyft pusht das Wachstum seines Ökosystem mit voller Wucht und nutzt die Herausforderungen, denen sich der Konkurrent Uber gegenüber sieht. Die Amtrak-Partnerschaft hat insbesondere ein Potenzial als Modell, das sich mit anderen Anbietern replizieren lässt. Erste und letzte Meile, die im Zusammenspiel mit der Fern- und Massenverkehrsarchitektur arbeitet, ist ein hervorragender Ort für die Verbesserung des städtischen Verkehrs.

Andere, darunter Ford's Chariot, erforschen die Anschlussmobilität als Geschäftsmöglichkeit, und es wird sehr wahrscheinlich das Interesse von weiteren Startups, Autohersteller und andere Transportunternehmen in den kommenden Jahren wecken.




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