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Bücherei in der U-Bahn.

Passagiere auf Pekings U-Bahn-Linie 4 können sich nun die alltäglich Fahrt zur Arbeit und nach Hause ein wenig interessanter gestalten. In Zusammenarbeit mit der Nationalbibliothek können Reisende eBooks über ihr Smartphone ausleihen, indem sie QR-Codes innerhalb des Wagens einscannen.

Die M Subway-Bibliothek ist ein von der  Beijing Metro Transport Railway (MTR) und der Nationalbibliothek initiiertes öffentliches Programm, um qualifizierte literarische Ressourcen über öffentliche Verkehrsmittel anzubieten. Lee Honglin, Chinas stellvertretender Direktor der Nationalbibliothek, erhofft sich durch die Aktion, Kultur im öffentlichen Raum erlebbar zu machen und Menschen zu inspirieren, Lesen als einen wichtigen Teil des täglichen Lebens zu machen.

Die Idee wurde zum Teil durch ein erfolgreiches Buch-Tausch-Experiment inspiriert, das vor ein paar Jahren in Pekings U-Bahnstationen stattfand. Passagiere standen Schlange, um Bücher zu bekommen, und in der Bibliothek begann man die Idee in ein permanentes Projekt für die Menschen im Zug zu schaffen. 

Alle 2 bis maximal 3 Monate stellen Bibliothekare aus einer Auswahl von 70.000 E-Büchern, die von der klassischen Literatur, über Sci-Fi und Sachbücher reichen, eine Liste von höchsten 10 Bücher zu einem bestimmten Thema zusammen. Die Auswahl wird auch auf Grundlage der Lesegewohnheiten zusammengestellt, die anfangs sicherlich aus Studenten oder jungen Büroangestellte bestehen sein. Im Moment sind die Bücher durch das Scannen eines Plakats in der Bahn zu erreichen. Das Team erwägt mehr Plakate auf den Bahnsteigen selbst, da in den Hauptverkehrszeiten in Peking die Bahnen mehr als überfüllt sind.

Die Pekinger U-Bahn ist nicht die Erste, die eine Bibliothek anbietet. Eine U-Bahnstation in Bukarest bedruckte für eine Testperiode Wände von Stationen mit riesigen Bibliotheksregalen. Dort konnte man über QR-Codes auf den Buchrücken die Bücher bzw. Leseproben ausliehen. Auf einer U-Bahn-Linie in Shanghai startete eine Buchhandlung eine inoffizielle Bibliothek von "echten" Büchern, die Passagiere an einer Station abholen und an der nächsten Haltestelle wieder abgeben konnten.

Auch in New York gab es bereits einen versuch, der sogar soweit ging, dass eine öffentliche Bücherei, die Terence Cardinal Cooke-Cathedral Branch, einen Laden in einer Station öffnete.  

Auch in New York gab es bereits einen versuch, der sogar soweit ging, dass eine öffentliche Bücherei, die Terence Cardinal Cooke-Cathedral Branch, einen Laden in einer Station öffnete.  




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