TechTats sind temporäre Tattoos für den gelegentlichen Biohacker.

Seit Beginn der Quantified Self-Bewegung haben Designer daran gearbeitet, tragbare Technologien und Gadgets zu schaffen, die Menschen wirklich auch tragen wollen - ohne das man wie ein Depp oder Glasshole aussieht. Ein neues Projekt zeigt nun einen kreativen Weg, wie man sich mit Cyberpunk-Körperkunst selbstquantifizieren kann.

Mit anderen Worten, man beseitigt klobige, teure Geräte mit einer störungsarmen, kostengünstigen und unaufwändigen Alternative und nutzt die Haut des Benutzers als Schnittstelle. So wird Technologie, im gewissen Sinne, zum Teil des Nutzers.
— Chaotic Moon Website

Die sogenannten TechTats wurden von dem in Austin ansässigen Software-Design-Studio Chaotic Moon geschaffen. Das sind temporäre Tattoos, die mit elektrisch leitfähiger Farbe auf die Haut aufgetragen und mit dem Mikrocontroller ATtiny85 verbunden werden. Bekommt das alles Kontakt mit der menschlichen Haut, empfangen die Temperatursensoren Daten zur Überwachung lebenswichtiger Gesundheitsfunktionen. Durch eine Smartphone-App und die Verbindung via Bluetooth Low Energy, kann man Daten wie Temperatur, Leitfähigkeit des Schweißes, Herzfrequenz, Wasserhaushalt und mehr in Echtzeit auslesen und z.B. seiner Krankenkasse oder direkt seinem Arzt senden. 

Im Gegensatz zu den üblichen Wearables, die derzeit auf dem Markt sind, sind TechTats unauffälliger, fast schwerelos und leicht unter der Kleidung zu verstecken - wenn man das möchte. Ästhetisch, gibt es zudem das Potenzial, sich originell und kreativ wie bei jedem nicht-elektronischen Tattoo auszuleben. Chaotic Moon nennt dieses TechTats auch"biowearables" - Wearable-Technologie, die nicht nur um das Handgelenk des Benutzers geschnallt ist, sondern damit interagiert. TechTats könnten sogar dafür genutzt werden, um Bezahlungen zu autorisieren, ähnlich wie es bei Apple Pay oder Android Pay passiert. 




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