Eddystone: Google launcht open-source BLE Beacon Format und Developer Tools.

Gut 2 Jahre nach der Verkündung von iBeacons hat Google das Thema Beacons und Location-Based Marketing für sich beansprucht und veröffentlichte heute ein BLE open-source Format namens Eddystone, das dem Thema den notwendigen Aufschwung geben kann.

Eddystone ist ein Protokoll für Open-Source-Beacons, die von jedem Hersteller für weniger als $ 10 produziert werden können, die wiederum mit jedem Android oder iOS Smartphone kommunizieren und in fast alles angebracht werden können. Wo iBeacons im Sande verlaufen, haben Open-Source-Bluetooth-Beacons das Potenzial, ein großes Ding zu werden. Eine der größten Innovationen für Smartphones in den letzten Jahren war das Kontextbewusstsein - das Telefon weiß, wann man zu Hause, im Auto oder beim Sightseeing auf dem Eiffelturm ist, und kann entsprechend reagieren. Google Now ist ein Beispiel wie man mit diesen Informationen umgehen kann. 

Google hat bereits mit Hardware-Anbietern wie BluvisionEstimoteKontakt.ioRadius Networks und Signal360 gearbeitet, um das Eddystone-Format in die Geräte zu bringen. Das neue Format ist völlig plattformunabhängig (so lange ein Gerät BLE kann, wird es auch Eddystone unterstützen) und alle vorhandenen Beacons können mit einem Firmware-Update  Eddystone-kompatibel gemacht werden.

We have been working with many of the ecosystem partners to figure out the actual use cases, and we realized that existing solutions only partially address what is being asked for. We wanted to pull in businesses, developers, and the manufacturers and create an ecosystem that they can rally behind.
— Chandu Thota, Eddystone Engineering Director, Google

Direkte Ansprache über Beacons? Das ist natürlich nichts neues. Apple zeigte die selben Vorteile bei der Einführung von iBeacons im Jahr 2013. Aber Eddystone hat das Potenzial dort weiter zu machen, wo die Apple-Beacons flach fallen: durch das Open-Sourcing des Formats, überlässt Google die Beacon-Hardware, Firmware und die User Experience anderen Unternehmen. Google stellt im Gegenzug die Technologie bereit, damit Beacons und Smartphones miteinander kommunizieren. Und zwar mit geringstem Entwicklungsaufwand. Ganz wichtig: ohne die Notwendigkeit einer dedizierten App.

There was a real desire from talking to them for a unified common ground that could be openly discussed, improved, and built on top of.
— Matthew Kulick, Eddystone's Product Manager, Google

Dazu stellt Google seit heute 2 APIs bereit. Die Nearby API für Android und iOS macht es für Apps nun leichter, Geräte und Beacons zu finden und eine Kommunikation zu ermöglichen, die sich in der Nähe befinden. Das kann eine Kunstausstellung oder eine Bushaltestelle (Google arbeitete bereits mit den Verkehrsbehörden in Portland  an solche einem Pilotprojekt) sein.

Die Proximity Beacon API geht dann noch einen Schritt weiter und hilft Entwicklern einen Ort mit dazugehörigen Daten und einem Beacon zu verknüpfen. Diese Daten sind auf den Google-Servern gespeichert und kommen aus allen anderen Diensten, die Google anbietet. zudem gibt es die Möglichkeit eine Beacon-Flotte zu verwalten und diese auch zu monitoren

Eddystone, Brillo und Weave sind das Internet der Dinge

Betrachtet man Eddystone im Gesamt-Google-Kontext, bekommt man ein Bild, was da gerade passiert. Mit Project Brillo und Weave wurden bereits auf der letzten Google I/O Plattformen und Möglichkeiten gezeigt, die eine Entwicklung für das Internet der Dinge ermöglichen. Und zwar auch wieder so einfach wie möglich. Eddystone wird damit Teil der IoT (Internet of Things)-Initiative von Google, um sich für das zukünftige Internet auszustellen: das kontextuelle Zeitalter ("The Age of Context").




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