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Gruppenticket per Social App.

Zugfahrten sind im Grunde soziale Ereignisse, auch wenn man selbst alleine Unterwegs ist. Denn nicht selten sitzen im gleichen Zug andere Mitfahrer, die die gleiche Strecke fahren. Dass man dies mit den heutigen digitalen und sozialen Möglichkeiten relativ einfach lösen kann, sollte niemanden verwundern. Das es dazu bereits Lösungen gibt, ebenfalls nicht. 

Gruppenticket per Facebook

Eine schnelle und pragmatische Plattform namens grouptickets ist in den Niederlanden zu finden. Der Programmierer Alexandru Bondor hat sich die dortigen Bestimmungen zunutze gemacht. Demnach muss man für Gruppentickets lediglich zur gleichen Zeit das gleiche Ziel hat. Ausserdem werden in den Niederlande 10-er Gruppentickets zehn Codes zur Verfügung gestellt, mit denen sich jeder sein eigenes Ticket ausdrucken kann. Man loggt sich per Facebook ein, gibt Reiseziel und Reisedaten ein, trägt sich in eine Gruppe ein, die am gleichen Tag die gleiche Strecke fahren und wartet, bis diese Gruppe zehn Personen erreicht.

Der Bezahlvorgang ist dafür ein wenig holpriger. Denn einer muss das Ticket komplett kaufen, die anderen bestätigen die Überweisung auf dessen Konto per Screenshot. Aber für mehr als 25.000 registrierte Nutzern scheint das kein Problem zu sein. 

Tinder trifft Groupon im Zug

In Großbritannien geht man einen ähnlichen Weg. Edward Byrne ist Mitgründer und Business Director von Paystobesocial. Mit der neu gestartete iOS App können Pendler andere finden, die die dieselbe Zugfahrt vorhaben, um sich zusammenzufinden und einen Rabatt in Form eines Gruppentickets zu bekommen. Daher der Groupon-Vergleich. 

Werde sozial, um belohnt zu werden.
— Edward Byrne, Mitgründer und Business Director von Paystobesocial

Die Paystobesocial App beginnt damit, dass man den Weg der potentiellen Zugfahrt angibt und potenzielle Mitfahrer angezeigt werden. Sobald drei oder mehr Personen zusammenfinden, wird der Gruppen-Chat geöffnet. Natürlich wird man auch aufgefordert, sein Profil, einschließlich der Angabe des Beziehungsstatuses, auszufüllen. Das ist der Punkt, wo der Tinder-Vergleich ins Spiel kommt. Ähnliche Modelle gibt es schon im Taxi-Umfeld, mit z.B. Maaxi

Im Gegensatz zu grouptickets versucht sich Paystobesocial einen kleinen Anteil des Gesparten als Provision zu sichern. Im Angesicht der Regularien im Eisenbahnumfeld wird das junge Startup sicher bald einen anderen Weg finden müssen, um auf Dauer Geld zu verdienen. 



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