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Deutsche Bahn und Hyperloop entwickeln einen Innovationszug.

Mit spektakulären Ideen und Konzepten wurde Elon Musk zu einem der schillerndsten Persönlichkeiten der modernen Welt. Mit Nachhaltigkeit im Kern, entwickelt er Ideen für Elektroautos, Energieversorgung und Raketen. Das alles nimmt seine komplette Arbeitszeit in Anspruch, was aber nicht bedeutet, dass er keine weiteren Ideen hätte. Wenn er selbst kein Business daraus machen kann, schreibt er auch gerne ein Konzept runter und stellt es in Internet zur freien Verfügung. So geschehen bei der Idee für einen Highspeed-Zug, dem Hyperloop, woraus nun einige Unternehmen entstanden sind. 

Hyperloop Transport Technologies (HTT) ist eines der Startups, dass versucht dieses Konzept in die Realität umzusetzen. Letzte Woche kündigten es eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn an, bei der ein Innovationszug mit Hilfe modernster Technologie entwickelt werden soll. Neue Produktkonzepte für den Regionalverkehr werden dabei entwickelt und mit digitalen Anwendungen verknüpft. Ein Beispiel dafür wird das "Augmented Window" sind, also digitale Fenster wo zusätzliche Informationen zu Sehenswürdigkeiten bei der Vorbeifahrt direkt auf die Fensterscheibe projiziert werden. Im Tunnelbereich kann eine dreidimensionale virtuelle Welt animiert werden.

Mit Hyperloop und deren Community haben wir einen starken Entwicklungspartner für digitale Technologien an unserer Seite, um solche neuen Ideen und innovative Prototypen in den Zug zu integrieren. Auch beim Aufbau eines digitalen Reisebegleiters ist die Kooperation mit Hyperloop als Impulsgeber für uns zukunftsweisend, und darauf sind wir sehr stolz.
— Christoph Kraller, Geschäftsleiter der Südostbayernbahn

Ziel ist es, einen ersten Prototypen zu Beginn des nächsten Jahres zu haben. Das Projekt wird von der Deutschen Bahn finanziert und ist derzeit noch in der Forschungsphase. Für beide Parteien ist das Vorhaben ein Gewinn. Für ein Unternehmen wie HTT, das nicht auf große Venture-Capital-Investitionen zählen kann, sondern nur auf einem "Crowdsourcing-Modell" basiert, wo die meisten Mitarbeiter kostenlos ihre Arbeit anbieten im Austausch für Aktienoptionen, ist diese Art von Partnerschaften maßgeblich für eine finanzielle Sicherheit. Auf der anderen Seite ermöglicht es die DB aus ihrer gewohnten Komfortzone heraus zu treten und direkten Einblick in die neuesten Entwicklungen im Verkehrssektor zu bekommen. 

Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn ist für uns besonders wichtig, denn nur hier gelingt es uns, eine reale Betriebssituation prototypisch mit Kunden und Fahrgästen zu testen. Für zukünftige Mobilitäts-Projekte profitieren nicht nur wir davon, sondern auch die Deutsche Bahn, die so zum Beispiel Ideen für neue Fahrzeuggenerationen ableiten und entwickeln kann.
— Dirk Ahlborn, CEO von HTT



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