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Uber startet erste autonome Taxi-Flotte in Pittsburgh.

Vor eineinhalb Jahren setzte Uber das Advanced Technologies Center (ATC) in Pittsburgh auf. Ein Entwicklungslabor, das selbstfahrende Uber-Fahrzeuge Wirklichkeit werden lassen sollten. Vor 2 Tagen wurde diese Idee real. Die erste Flotte autonomer Uber-Taxis geht an den Start und wird offiziell in Pittsburgh pilotiert. 

Für den Pressetermin am Dienstag wurden 14 Ford Focus aufgefahren, die alle mit der markanten Dachkonstruktion aus Radar, Kameras und Sensoren ausgestattet waren. Während Journalisten quer durch die Stadt gefahren wurden, ist klar geworden, dass dies kein Aufschlag des ersten voll autonomen Autos auf dem Markt ist. Stattdessen ist dies eine (weitere) Forschungsarbeit. Uber will lernen, wie sich selbstfahrenden Autos in der realen Welt verhalten. Dazu gehört auch, wie die Autos auf Passagiere reagieren - und wie Passagiere auf sie reagieren.

Wie Fahrer in Autos neben uns auf uns reagieren? Wie reagieren Passagiere, die auf dem Rücksitz zum ersten Mal unsere Hardware und Software in vollem Ausmaß erleben, und was bedeutet das wirklich?
— Raffi Krikorian, Leiter des Uber ATC

Uber bietet aber jetzt erste autonome Pickups in einigen Pittsburgh Ortsteilen an. Innerhalb der nächsten Wochen, wird man die Zone bis zum Flughafen und einem nördlichen Vorort erweitern. Der Roll-out verläuft vergleichsweise langsam, weil Uber die Straßen, die von der Flotte gefahren wird, vorkartografiert. Eine Praxis, die laut dem Carnegie Mellon University Forscher Aaron Steinfeld völlig ist. Die Autos erhalten vorerstellte Karten, die Geschwindigkeitsbegrenzungen und andere allgemeingültige Informationen enthalten, so dass sie sich auf die Echtzeit-Erkennung von Variablen wie Fußgängern konzentrieren können. In der ersten Phase fahren auch noch 2 Techniker mit, die am Steuer sitzen bzw. am Laptop, wenn es mal zu einer Situation kommt, die das Fahrzeug nicht selbst lösen kann. Ziel ist es natürlich, diese beiden Angestellten auf einen Fahrer zu reduzieren, der nur im Notfall das Steuer in die Hand nimmt, und sonst eher eine Service-Funktion einnehmen wird. Im letzten Schritt soll der Fahrer dann nicht mehr selbst mitfahren, sondern virtuell als Service-Assistent an Bord sein. 

Schaut man sich den PR-trächtigen Auftritt von Uber genau an, ist er maximal auf einer Stufe mit Googles kontrollierten Tests zu sehen und nicht wirklich "marktreif", solange es einen "Safety Driver" am Steuer gibt. Google sammelt bereits seit 2011 Verkehrsdaten ihrer Flotte. Sebastian Thrun, der u.a. für Googles selbsfahrendes Auto verantwortlich ist, hatte bereis 2005 eine erstes Fahrzeug im Einsatz. Insgesamt beeindruckt wohl am meisten immer noch Teslas Autopilot, der in mehr als hunderttausend Fahrzeugen von echten Menschen und in echten Situationen genutzt wird. Mit der Fähigkeit über Funk diese Daten zu sammeln und ggfs. die Software zu aktualisieren, ensteht eine Testplattform, die vermuten lässt, dass Teslas Autopilot am schnellsten lernt und vielleicht als Schlauster das Rennen anführen wird. Oder doch Google das Rennen machen? Und was ist eigentlich mit dem Apple Car?




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