Potsdamer Audio-Startup Holoplot kann Schall präzise steuern.

Es ist ein weiterer Erfolg für die Berliner Startupszene: Holoplot, der jüngste Tech-Liebling aus der High-Tech-Drehscheibe der deutschen Hauptstadt, hat auf einem der bedeutendsten Medienfestivals, der SXSW in Austin, den Interactive Award nach Hause geholt.

Das Potsdamer Startup Holoplot beeindruckte die Jury und das Publikum mit ihrer neuartigen Technologie, Schall ähnlich präzise wie Licht kontrollieren und lenken zu können. Mit seiner fortschrittlichen Technologie hat das Unternehmen ein Gerät geschaffen, das dreidimensionale akustische Räume aus zweidimensionalen Schallquellen macht. Zuhörer können die akustische Qualität eines Konzertsaals, einer Kathedrale oder eines Open-Air-Gigs nur mit der Berührung eines einzelnen Controllers erfahren.

Mit tausend individuell steuerbare Lautsprecher wird dafür gesorgt, dass der Sound nur an bestimmten Punkten im Raum zu hören ist, während man ihn an einem anderen Ort des Raumes nicht hört. Dadurch wurde ein Audiosystem geschaffen, das die Akustik an Orten wie Museen, Bahnhöfen oder Konzertsälen verbessern kann.  

Normalerweise erzeugen klassische Lautsprecher oder Tonquellen eine Kugelwelle aus Schall, was dazu führt, dass der Schall sich in alle Richtungen im Raum ausbreitet. Dadurch entstehen Reflektionen, was wiederum zu Energieverlust des Schalls führen, je weiter er sich von der Tonquelle entfernt. Mit der Technologie von Holoplot kann nun der Schall präzise im Raum ausgerichtet werden. Mit Hilfe vieler Lautsprecher werden Schallwellen erzeugt, die sich nicht kugelförmig, sondern planar durch den Raum schieben. Das neue Prinzip heißt Wellenfeldsysnthese und ermöglicht, dank computergesteuerter Lautsprecher, ein millisekundengenaues Aussteuern von Audiocontent. So kann man akustische Inhalte in einem Raum genau dahin spielen, wo sie benötigt werden.




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