Stratos vereint alle Kreditkarten zu einer digitalen Karte.

Stratos möchte dem Wust im Portemonnaie den Kampf ansagen und kommt mit einer digitale Karte, die mehrere unterschiedliche Kredit- und/oder Kundenkarten simulieren kann. Anders als es Coin einst mit Crowdfunding versuchte und unter dem Erwartungsdruck versagte, kommt Stratos mit $7 Mio. Dollar Venture Capital aus der Deckung und ist bereit, in Kürze (April ist geplant) die ersten Karten zu versenden. Stratos wurde im Jahr 2012 gegründet und ist seitdem auf 50 Mitarbeitern herangewachsen. 

Die Karte kommt mit einem Magnetstreifen-Leser, der in die 3,5-mm-Büchse (Kopfhöreranschluss) des Smartphones eingesteckt wird. Mit der dazugehörigen App wird die Startos-Karte verwaltet. CTO Henry Balanon versichert, dass die wichtigsten Informationen der Kreditkarten nicht auf Stratos-Server übertragen werden, sondern auf Statos-Karte bleiben. Sobald man die eigenen Karten scannt, kann man drei für einen direkten Zugriff auswählen. Die Kartendaten werden verschlüsselt und lokal auf dem Telefon gespeichert. Durch eine neuartige Lock Screen-Interaktion, kann jede der Kreditkarten schnell ausgewählt und auf die Statos geladen werden, ohne immer die App starten zu müssen.

Möchte man zahlen und eine der Karten auf der Stratos nutzen, tippt man auf die Stratos und drückt eine der drei Tasten, die eine der hinterlegten Karten entsprechen. Zusätzliche Karten können durch den Lock-Screen des Smartphones ausgewählt werden. Die Stratos-Karte kann dann wie eine normale Kreditkarte durchgezogen werden.

Innovatives Geschäftsmodell: Abo statt Einmalzahlung

Statt einer einmaligen Bezahlung der Universal-Kreditkarten, erhalten Kunden die Karte durch einen Abo-Service. Dies ist möglicherweise die geheime und entscheidende Zutat des Unternehmens. Für $ 95 pro Jahr (oder $ 149 für zwei), stellt Stratos eine personalisierte Karte jedem Kunden bereit und ersetzt sie nach einem Jahr mit dem neuesten Modell. Ein neues Modell könnte eine neue Batterie, neue Sicherheits-Features oder weitere Formen der Personalisierung enthalten.

Internet of Things

Besonders interessant an diesem Beispiel finde ich die Tatsache, dass Internet und Mobile Web immer deutlicher in den Hintergrund rückt und eher als Infrastruktur genutzt wird, und weniger als Anzeige und auf operativer Ebene. 




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